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Anne-Frank-Schule Karlsruhe

Planungswettbewerb 2017

Anerkennung

Wettbewerbsaufgabe
Die Karlsruher Anne-Frank-Schule ist eine vierzügige Grund- und zweizügige Gemeinschaftsschule im Stadtteil Oberreut.
Beide Schulformen haben einen Raummehrbedarf. Zudem erfordert der wachsende Ganztagesbetrieb der Gemeinschaftsschule eine eigene Mensa.
Vier baufällige Pavillons aus dem Jahr 1966 sollen in einem ersten Bauabschnitt einem Erweiterungsneubau mit Mensa weichen, der zusätzlich das fehlende Raumprogramm aufnehmen kann. Im zweiten Bauabschnitt soll das Hauptgebäude umgebaut und modernisiert werden. 

Städtebau
Die Bestandsgebäude werden um zwei neue Baukörpern für Schule und Mensa ergänzt, so dass ein klar strukturiertes Ensemble mit eindeutiger Zugangssituation entsteht. Der neue Schulbau wird als dreigeschossiger, klarer Baukörper im Süden des Areals situiert; der Speisesaal und Musikraum als separater Baukörper auf der westlichen Grundstücksseite. Durch die präzise städtebauliche Setzung gelingt eine räumliche Vernetzung der Gebäude untereinander, 

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wobei der neue Speisesaal hierbei die Gebäudeflucht des Ganztages-bereichs der Primarstufe fortsetzt und im Süden die Kanten des Neubaus aufnimmt. Die Mensa wird somit zur Erweiterung des Platzes!
 Die neue Schule öffnet sich mit Eingangs-halle, Bibliothek und Ganztagesbereich großzügig zum neuen Platz und schafft durch die Verknüpfung der inneren Gebäudestruktur mit dem Freiraum eine klare Adressbildung.

Architekturkonzept
Schule
Der Baukörper für die neue Schule wird im äußeren Erscheinungsbild als einfacher klarer Kubus entwickelt. Die innere Gebäudestruktur folgt mit atmosphärisch attraktiven und offenen Lernzonen und Differenzierungs-möglichkeiten dem Leitbild des pädagogischen Konzeptes der Anne-Frank-Schule. Die offenen Lernzonen sind konsequent an der Fassade zum begrünten Innenhof angeordnet, in direkter Verbindung zu den an der Außenfassade liegenden Klassenräumen. Die Eingangshalle ist in Schlechtwetterperioden zudem als Pausenfläche nutzbar.

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Durch Öffnungsmöglichkeit der Fassade Foyer zum Innenhof entsteht ein für unterschiedlichste Aktivitäten nutzbarer Raumverbund von Innen- und Außenräumen.

Funktionen
Im Erdgeschoss werden die Fachbereiche und der Lehrer- und Verwaltungsbereich situiert, im ersten Obergeschoss der Unterrichts-bereich der Primarstufe mit Bibliothek und „Lese Oase“. Das zweite Obergeschoss nimmt den Unterrichtsbereich der Sekundarstufe mit dem Ganztagesbereich auf.
Die Verkehrsbereiche enthalten zahlreiche Nischen und Aufweitungen, die den Rückzug für individuelles Lernen ermöglichen. Zudem sind die Innenwände zwischen den Klassenräumen und offenen Zonen als spielerisch gestaltete „Möbelskulptur“ mit Sitznischen und Garderoben entwickelt. 

Speisesaal/Musik
Das neue Gebäude für den Speisesaal und Musikbereich wird ebenfalls als einfacher klar strukturierter Baukörper entwickelt. Saal und Musikraum sind durch eine flexible, zu öffnende Wand sowohl separat als auch im Raumverbund für Veranstaltungen nutzbar. 

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Materialität
Das Areal der Anne-Frank-Schule wird durch den besonderen Baumbestand geprägt, der auch mit der Realisierung der Erweiterungsbauten vollständig erhalten werden kann. Das äußere Erscheinungsbild der beiden Neubauten wird als Teil dieser besonderen Situation interpretiert. Die Neubauten mit ihrer Holzfassade aus vorvergrauter Lärche, die in Ihrer Ausführung differenziert auf die unterschiedlichen Gebäudenutzungen und Verknüpfungen mit dem Freiraum reagiert, vernetzen sich klar, einfach und subtil mit ihrer Umgebung.

Energiekonzept/ Haustechnik
Neben der kompakten Kubatur der Baukörper erlaubt die Konstruktionsweise die Umsetzung adäquater Dämmstandards zur Ein-haltung des Passivhausstandards. Für die Fassaden sieht der Entwurf hinterlüftete Vorhangfassaden mit wärmebrückenfreien Unterkonstruktionen vor. Beide Bauten werden mit einer zentralen mechanischen Be- und Entlüftung mit Wärmerückgewinnung (Mensa) bzw. Wärme- und Feuchterückgewinnung (Schulgebäude) ausgestattet. 

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Freianlagen 
Ziel der landschaftsarchitektonischen Interventionen ist es, zusammen mit den hochbaulichen Strukturen eine sensibel am Bestand orientierte Spiel- und Lernlandschaft zu entwickeln. Durch die Neuordnung der Baukörper besteht die Chance, die aktuell kleinteiligen und zerschnittenen Pausenhofflächen zu einer großzügigen Freifläche zu gestalten, die thematisch zu den jeweils anschließenden Gebäuden vermittelt.
Vom Norden kommend entsteht ein zentraler Antrittsplatz zu den Eingängen von Schulgebäude und Mensa geleitet, ein Ort des Treffens und Ankommens im lichten Schatten der Bäume. Südlich der neuen Mensa ist ein Bereich für Außengastronomie vorgesehen. Im Übergang zur Sporthalle befindet sich eine Spiel- und Sportintarsie mit Streetballkörben und Sitzelementen. Nach Süden wird der neue Schulhof zunehmend vegetativ geprägt. Große Rasenflächen mit Spiel- und Aufenthaltsflächen spannen sich zwischen dem Neubau und den Sportflächen auf und bieten vielfältige Angebote. 

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