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Schulstandort Dresden-Tolkewitz

Planungswettbewerb 2014

Anerkennung

Städtebau

Der für die Errichtung des neuen Schulstandortes Dresden-Tolkewitz vorgesehene Stadtraum wird bisher durch den Solitär des ehemaligen historischen Straßenbahnhofes geprägt.

Die besonderen Bedingungen des Ortes werden zum wesentlichen Ausgangspunkt bei der Entwicklung des stadträumlichen Konzeptes. Es entsteht ein Solitär, der als „Entrée“ der geplanten, übergeordneten Raumfolge Bildung/ Sport/ Erholung die besondere Bedeutung des neuen Schulstandortes im Stadtraum aufzeigt.

Mit der Aufnahme der historischen Gebäudefluchten und durch die 3-geschossige Ausbildung des neuen Baukörpers weitgehende Berücksichtigung des vorhandenen Höhenmaßstabs gelingt eine sensible Einfügung in die Umgebung, die die Erlebbarkeit des historischen Stadtraumes gewährleistet.

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Durch die Differenzierung des neuen Baukörpers mittels Einschnitten wird der Maßstab und die städtebauliche Körnung der Umgebungsbebauung aufgenommen sowie eine behutsame Einfügung des Neubaus in die bestehende Struktur erreicht.

Die zentral in Gebäudemitte angeordnete Kommunikationszone öffnet sich mit der einladenden transparenten Eingangshalle großzügig zum Vorplatz Wehlener Straße in die Stadt. Eine großzügige Geste des Willkommens, die signalisiert, dass neben der Schulfunktion auch Aktivitäten des angrenzenden Stadtgebietes möglich sind.

Der Zugang in das Schulgebäude von Süden an der Kipsdorfer Straße erfolgt durch die denkmalgeschützte erhaltene Giebelfront der Wagenhallen.

Durch Weiterführung der übergeordneten Erschließungsstruktur in den Freianlagen gelingt die Verknüpfung des Schulgebäudes mit den Außensportanlagen

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Denkmalschutz

Das ehemalige Werkstattgebäude wird im straßenbegleitenden Fassadenbild auf die Fassung von 1928 zurückgebaut. Das Gebäude wird mit Dach, Treppenhäusern und Rohbaukonstruktion bis zur ersten Tragachse erhalten. In die vorhandene Rohbaustruktur werden als neue Raumelemente hölzerne Boxen eingefügt, die unterschiedlichste Funktionen und Aktivitäten ermöglichen.

Es entsteht ein veränderbares Raumkontinuum, ein Ort des Austauschs, Treffens und der Kommunikation zwischen Öffentlichkeit und Schule.

Die geschützte Giebelfront an der Kipsdorfer Straße wird denkmalgerecht saniert und als Fassung des Außenbereiches im Süden der neuen Schule genutzt. Für die Abstützung der freistehenden Mauerkonstruktion wird eine Stahlkonstruktion mit Verwendung von Originalelementen der östlichen Wagenhalle vorgeschlagen, die gleichzeitig als Unterkonstruktion für ein Sonnen- /Regenschutzsegel dient.

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Sporthalle

• Primärkonstruktion mit „wirtschaftlichen Spannweiten“ aus Stahlträgern in Sheddachbauweise

• integrierte Verglasungen (natürliche Belichtung, natürliche Entlüftung Sommerfall, blendarme Belichtung)

• Außenwände aus Mauerwerk mit Dämmung und längsformatigen Ziegel mit geschlemmter Oberfläche

• Bodenbelag Turnsaal: Holzparkett auf Schwingboden

• tragende Wände St.-Beton verkleidet mit Prallwand aus Lärche

• Bodenbelag Foyer, Verein, Tribüne: geschliffener Estrich

• Teilbelegung der Schrägdachflächen mit Photovoltaikelementen zur regenerativen Energieerzeugung

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