sep logo
 
1._Perspektive_02.jpg

Quartierszentrum Willi-Blume-Allee

Einladungswettbewerb 2017

Anerkennung mit nsp christoph schonhoff

Im Spannungsfeld heterogener Bebauungsformen aus den letzten Jahrzehnten, entsteht mit dem Neubau des Wohn- und Geschäftshaues ein markantes Quartierszentrum für das Neubaugebiet „Steinbruchsfeld“ in Misburg. Dabei bestimmen der Umgebung entlehnte Motive das gestalterische Grundgerüst der Konzeption für die neue Bebauung. Mit Besetzung der Grundstückskanten wird der Straßenraum beruhigt, der städtebaulichen Körnung, der für das Gebiet typischen Einzel- und Reihenhäuser, mit einer einfachen aber differenzierten Gebäudemodellierung entsprochen. So entwickelt sich ein Gebäudehybrid, welcher die Kraft besitzt, das vorgefundene vielschichtige Umfeld zu einen. Die präzise Setzung der Baukörper bildet zwei unterschiedliche Platzräume aus, welche den jeweiligen Anforderungen eine entsprechende Basis bietet. Der Quartiersplatz wird von Gewerbenutzungen flankiert und öffnet sich selbstbewusst zum Stadtteil. Der eher introvertierte Wohnhof verspricht attraktive Rückzugsbereiche für die Bewohner des Neubaus, ermöglicht aber Passagen durch das Wohngebiet und die Vernetzung mit den Grün- und Erholungsräumen der Umgebung.

2._Lageplan_02.jpg

Funktion
Handel- und Gewerbeeinheiten flankieren den Quartiersplatz und gewährleisten durch flexibel unterteilbare Nutzungseinheiten eine Belebung des öffentlichen Raumes. Die KITA wird mit Adresse am Platz in bevorzugter Lage im obersten Geschoss des „Punkthauses“ situiert. Dachterrassen als Spielangebot im Freien, sowie das Angebot eines gesicherten, außenliegenden Klettergartens (optional Außenbereiche für die Büroeinheiten) unterstreichen die besondere Funktion und Bedeutung der KITA für das gesamte Quartier. Ein breit gefächertes Wohnungsangebot bietet überwiegend zwei-, teilweise dreiseitig orientierte „durchgesteckte“ Wohnungen und bedient unterschiedliche Kundenwünsche an moderne Wohnformen. Zeitgemäße,  funktional geschnittene Einheiten mit größtenteils offenen Wohnbereichen werden im vorgeschlagenen Grundrisskonzept bevorzugt angeboten, Unterteilungen in Einzelräume sind aber ebenso möglich. Wohnräume und Balkone sind nach Süden orientiert.

3._EG_01.jpg

Erschließung
Die Positionierung der Zugänge dient der Belebung des Straßenraum und in gleichem Maße der Schaffung eines introvertierten, geschützten Gartenhofes für die Bewohner des Quartiers. Der Quartiersplatz steht durch Situierung der Stellplätze am westlichen Rand des Grundstücks für eine nicht motorisierte und vielfältig nutzbare Platzfläche zur Verfügung, von welchem auch die Gewerbeeinheiten erschlossen werden. Die Tiefgarage wird über den Hans-Werner-Lampe- Weg erreicht.

4._OG.jpg

Gestaltung
Der Neubau präsentiert sich in Form dreier kompakter Baukörper mit einem wertigen äußeren Erscheinungsbild aus dunklem Ziegel, im Farbton der Steine bündig verfugt. Die vor die Fassade gestellten, die Gebäudehülle nicht durchdringenden Balkone gliedern als leichte Konstruktion aus champagnerfarbenen Stahlprofilen, die steinernen Fassaden. Lamellenstrukturen an den seitlichen Brüstungen bieten Sichtschutz zu den nachbarschaftlichen Außenbereichen. Durch die Fügung der steinernen, in leicht unterschiedlichen Ziegeltönen gemauerten Häuser mit den vorgestellten Balkonelementen, entsteht ein abwechslungsreiches Bild von einzelnen Stadthäusern mit eigener Identität, die ein maßstäbliches Einfügen der Bebauung zum öffentlichen Raum sicherstellen. Die Dachflächen werden als Gründächer mit Solarthermie vorgeschlagen, optional können diese als zusätzliche Terrassen angeboten werden.

5._DG.jpg

Die hochgedämmten, 3-fach verglasten Fenster, als champagnerfarbene Holz-Alu Verbundkonstruktion, liegen vertieft, die Fassaden rhythmisierend, in leicht zurückgesetzten Nischen und bestehen aus drei Formaten. Großzügige Fenster als Festverglasungen mit Drehflügeln befinden sich im Bereich der nach Süden, Südwesten und Südosten orientierten Wohnräume, in den Schlafräumen und Bädern kommen Schwingfenster mit feststehendem unterem gläsernen Element auf einer niedrigen massiven Brüstung zur Anwendung. Hier werden zum einen herkömmliche Heizkörper beherbergt, sowie attraktive Sitzbänke mit Holz ausgekleideter Laibungen angeboten. Die Wohnungen und Gewerbeeinheiten sowie die Treppenhäuser im Dachgeschoss können optional mit gedämmten Oberlichtern versehen werden. Die Treppenräume und Stufen erhalten robuste kunststoffvergütetet Beschichtungen, in den Wohnungen werden Massivholzparkett und hochwertige Fliesen konzipiert. 

6._SN.jpg
7._AN.jpg
8._Fassadenschnitt.jpg
<
1 2 3 4 5 6 7 8
>