Schulen sind Basiserinnerung unserer Kindheit – sie begleiten Kinder und Jugendliche über viele Jahre ihres Alltags. In unseren konzeptionellen Studien, Skizzen und axonometrischen Darstellungen fragen wir, wie Räume einen Rahmen geben, Vertrauen schaffen und zugleich Freiheit ermöglichen können. In Workshops vor Ort werden Schüler*innen und Lehrkräfte partizipativ in den Entwurfsprozess eingebunden und ihre Perspektiven, Bedürfnisse und Erfahrungen werden Teil der räumlichen Entwicklung.
Lernen verstehen wir dabei nicht als festen Zustand, sondern als Bewegung: zwischen Rückzug und Gemeinschaft, Konzentration und Austausch, Sitzen, Stehen, Liegen und Begegnen. Räume werden zu Angeboten - mit unterschiedlichen Atmosphären, Maßstäben, Lichtstimmungen und Materialien - die individuell angenommen, verändert und angeeignet werden dürfen. Architektur gibt Struktur, ohne festzulegen, und eröffnet Offenheit, ohne Orientierung zu verlieren. Der Raum wird so selbst zum aktiven Teil des Lernens.
In über 40 von uns entworfenen, neuen oder umgebauten Schulen entsteht auf diese Weise Lernorte, die Kreativität fördern, Austausch ermöglichen, Vielfalt zulassen und ein Gefühl von Zugehörigkeit, Wertschätzung und Vertrauen im Alltag verankern.